Stiftung Chance

Was wir tun in Rumänien


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Felix Fischer, der Gründer der Internationalen-Direkthilfe (vormals Rumänien-Direkthilfe), ist seit 1986 in Rumänien tätig, also noch zur Zeit des Diktators Ceausescu. Was er in Rumänien antraf, liess ihn nicht mehr los. So begann er aus eigener Initiative mit einer handvoll Helfer Hilfsgüter für dieses Land zu sammeln und brachte sie jahrelang persönlich nach Rumänien. Es war ihm immer ein Anliegen, den Ärmsten zu helfen. Während noch das kommunistische Regime das Land beherrschte (bis 24.12.89), besuchte er unter nicht geringen Gefahren das Land und unterstützte viele Familien, die in Not waren. Dazumal musste er als "Spion" alles im "Geheimen" machen, vor allem, weil er die Familien unterstütze, dessen Väter aus religiösen Gründen verfolgt wurden oder zum Teil getötet oder ins Gefängnis geworfen wurden.

Nach der Revolution ende 1989 wurden die Türen in Rumänien geöffnet und man konnte ab 1990 öffentlich arbeiten. Da wir bereits viele zuverlässige Kontakte in Rumänien hatten, konnten wir schnell und gezielt Hilfe bringen. Alleine in den ersten 3 Monaten nach der Revolution konnten wir ca. 30 Eisenbahnwaggons mit Hilfsgütern nach Rumänien bringen und dort mit vielen Helfern direkt den Ärmsten verteilen. Im Jahre 1991 wurde die gemeinnützige Organisation Rumänien-Direkthilfe gegründet, mit Sitz in 5600 Lenzburg. Der Namen wurde später auf Internationale-Direkthilfe geändert. Da es sich um eine anerkannte Hilfsorganisation handelt, ist sie steuerbefreit, ebenso können Spender ihre Spende vom steuerbaren Einkommen abziehen. Alle Spender erhalten jeweils ende Januar automatisch eine schriftliche Spendenbestätigung für die Steuererklärung. Die Internationale-Direkthilfe ist der SEA unterstellt und kann daher den Ehrenkodex verwenden. Sie lebt aus Mitgliederbeiträgen, Spenden von Firmen, Einzelpersonen und Kirchgemeinden.

In den letzten 20 Jahren durchlebte Rumänien viele Schwierigkeiten. Einige wenige konnten sich bereichern, die Ärmsten jedoch sind noch ärmer geworden. Der Nordosten des Landes, rumänisch Moldawien, gehört heute zu den ärmsten Gegenden Rumäniens. Darum haben wir unsere Arbeit auf dieses Gebiet konzentriert. Hier finden wir kaum Industrie, sondern vor allem Landwirtschaft und viele, viele Grossfamilien mit 10 bis 18 Kindern. So wurde es zu unserem Hauptziel, solchen Grossfamilien zu helfen, die Ihre Kinder nicht mehr alleine ernähren konnten, da die meisten keine Arbeit mehr fanden. So entstand unser Patenprogramm (Link zum Patenschaftsprogramm).

Warum ein Patenschaftsprogramm (Patenschaften)? Viele Familien haben keine Chance aus ihrem Elend zu "entfliehen". Es sind Familien mit vielen Kindern, der Vater hat keine Arbeit und die Familie plagt oft gesundheitliche Probleme. Wir werden aufmerksam gemacht auf die schlimmsten Fälle, entweder von den Behörden, kirchlichen Institutionen oder Bekannten. Wir prüfen jedes Gesuch sorgfältig, da wir nur dort helfen wollen, wo die Not wirklich gross ist. Wenn dies der Fall ist, suchen wir für solche Familien einen Paten in der Schweiz. Bis wir einen Paten gefunden haben, wird aus einem Fond erste Hilfe geleistet. So können wir auch verhindern, dass die Familien die Kinder nicht in einem Kinderheim abgeben müssen.
Unser Ziel ist, diese Familien nicht von uns abhängig zu machen, sondern wir begleiten sie, bis sie selbständig werden können als Kleinbauer. Die Hilfe, die wir leisten, umfasst ca. 50 %, sodass die Familie sich selber auch bemühen muss. Die jahrelangen Erfahrungen, die wir bis jetzt machen konnten, sind zu unserer vollen Zufriedenheit. Die meisten Familien konnten sich nach ca. 5 – 8  Jahren zu Kleinbauern entwickeln, die sich von nun an selber versorgen können.

Unser Wunsch ist es jedoch, noch auf anderen Gebietenzu helfen, nämlich Ausbildungsmöglich-keiten zu schaffen für Jugendliche, um die Völkerabwanderung in den Westen entgegen zu wirken. Einzel konnten wir bereits hie und da helfen, aber wir hoffen bald, eine Infrastruktur aufbauen zu können, wo mehrere junge Leute die Möglichkeit haben, sich auszubilden, weil die Anfragen sehr gross sind. Die jungen Leute in den abgelegenen Dörfern haben keine Perspektiven, oder Ausbildungsmöglichkeiten, oder die Chance eine Arbeit zu finden.
 
Im Jahre 1998 konnten wir ein grosses Lager mit einem Grundstück von rund 8'000 m2 sehr günstig erwerben. Dort werden die Hilfsgüter, die von der Schweiz eintreffen (durchschnittlich ein grosser LKW alle 6 – 7 Wochen), sortiert und direkt weiterverteilt. In Rumänien wird es von unseren rumänischen Mitarbeitern direkt an die Ärmsten verteilt Dieses Lager fanden wir in der Nähe der Stadt Suceava, im Dorf "Moara". Das Lager wurde auf unsere rumänische Tochterfiliale: "Romania Ajutor Direct, Filiala Suceava" eingetragen. Das Lager hat eine Abmessung von 12.5 Breite und einer Länge von 110 m (Bruttofläche von 1'375 m2). Das Lager hat eine Höhe von 4.5m. Zu 2/3 ist es im Boden, 1/3 ragt darüber. Dort hat es genügend Platz für Ausbildungsmöglichkeiten.

Wir sind für jede Mithilfe, ob klein oder gross, sehr dankbar, die uns diesem Ziel näher bringt. Sie können uns gerne auch auf eine unserer Reisen nach Rumänien begleiten.

Ihre Internationale Direkthilfe
Präsident Felix Fischer